Elternverantwortung - Rechte und Pflichten gegenüber ihren Kindern

"Eltern haben die Pflicht und das Recht, für das minderjährige Kind zu sorgen. Die elterliche Sorge umfasst die Sorge für die Person des Kindes und das Vermögen des Kindes" (§ 1626 Bürgerliches Gesetzbuch). Das Elternrecht besteht um das Wohl des Kindes willen. Die Grundrechte des Kindes bzw. des Jugendlichen und damit das daraus abzuleitende Kindeswohl geben Orientierungen für den von den Eltern auszufüllenden Inhalt des Elternrechts bzw. der Elternverantwortung vor und markieren dessen Grenze (Art. 6 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 GG). Die Art und Weise, wie sie diese Verantwortung wahrnehmen wollen, wird ihnen in eigener Entscheidung überlassen (§ 1627 BGB). Das Erziehungsprimat der Eltern endet dort, wo das Kindeswohl gefährdet wird. Eindeutig ist die Grenze des Elternrechts überschritten, wenn Eltern die Grundrechte ihres Kindes missachten, deren Schutzgehalt einer elterlichen Interpretation entzogen ist. Zu solchen grundlegenden Rechten des Kindes gehören Menschenwürde, Leben, körperliche Unversehrtheit und Bewegungsfreiheit. Rechte des Kindes hingegen, die seine persönliche Entfaltungsfreiheit betreffen, haben keinen von vornherein feststehenden "objektiven" Gehalt.

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