Abschätzung des Gefährdungsrisikos

Ausgangspunkt für eine Abschätzung des Gefährdungsrisikos ist das Wahrnehmen von sogenannten "gewichtigen Anhaltspunkten". Das sinde ernst zu nehmende Hinweise, direkte oder indirekte Mitteilungen oder Beobachtungen, die auf eine Kindeswohlgefährdung hindeuten bzw. eine solche vermuten lassen. Die Gefährdungsabschätzung stellt eine zukunftsbezogene Einschätzung dar. Der daraus resultierende Handlungsauftrag ist auf die Vermeidung weiterer Schädigungen ausgerichtet. Grundsätzlich geht es dabei um:

  • den Schutz vor emotionaler, körperlicher und gesundheitlicher Vernachlässigung,
  • den Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt,
  • den Schutz vor sexuellem Missbrauch,
  • den Schutz vor der Versagung existenzieller Entwicklungschancen.

Die Abschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt i. d. R. unter Hinzuziehung einer "insoweit erfahrenen Fachkraft", die erfahrungsgemäß aus dem regionalen und strukturellen Umfeld des Leistungserbringers beschäftigt ist. Der Abbau des Gefährdungsrisikos erfolgt auf der Basis eines Beratungs- und Hilfeplans, der gemeinsam mit den Personensorgeberechtigten erstellt und umgesetzt wird.

Die Kontaktdaten der insoweit erfahrenen Fachkräfte in Ihrer Region erfahren Sie bei Ihrem Träger sowie beim örtlichen Jugendamt.

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