Kinderschutzbeauftragter Prof. Speitkamp besucht Eltern-Kind-Zentrum in Jena

Gruppenbild auf der Treepe vor der Einrichtung

Kinderschutzbeauftragter Prof. Speitkamp informiert sich über das Kinderschutzkonzept des ThEKiZ Regenbogen Jena - Foto: TMBJS

Thüringens Bildungsstaatssekretär Prof. Dr. Winfried Speitkamp, der zugleich Landesbeauftragter für den Kinderschutz ist, besuchte am 25. Juni 2024 die Jenaer Kindertagesstätte Regenbogen. Das Eltern-Kind-Zentrum im Jenaer Stadtteil Neulobeda nimmt eine wichtige Funktion in der niederschwelligen Elternberatung, gerade für Familien mit multiplen Problemlagen bzw. Familien mit Migrationshintergrund, ein.

Staatssekretär Speitkamp zeigte sich insbesondere an der praktischen Umsetzung des Kinderschutzes in der Einrichtung interessiert. Im Gespräch machten die Pädagoginnen deutlich, dass sie Kinderschutz als komplexe Aufgabe verstehen, die zahlreiche Aspekte der täglichen Arbeit berührt. Einrichtungsleiterin Sabine Ackermann beschrieb die enorme Spannbreite der Themen von pädagogischen Fragen wie der Gestaltung der Eingewöhnung bis hin zu baulichen Gesichtspunkten wie der Schaffung von entsprechenden Räumen. Auch spiele eine offene und vertrauensvolle Teamkultur eine zentrale Rolle beim Umgang mit Kinderschutzthemen.

Seitens der Stadt Jena, die Träger der Einrichtung ist, stellten Yvonne Hoyer-Bachmann als Netzwerkkoordinatorin für die Frühen Hilfen und Sandra Wiegand als Fachberaterin lebendig dar, wie wichtig Netzwerkarbeit für den gelingenden Kinderschutz ist. So habe man in Jena eine hohe Sensibilität für Kinderschutzthemen beginnend beim pädagogischen Personal über Hausmeisterkräfte bis hin zu den Berufsschulen mit Erzieherausbildung entwickeln können.

Stellvertretend für alle Beschäftigten des Regenbogens beschreibt Leiterin Sabine Ackermann als oberster Ziel der Arbeit, „dass die Kinder stark sind“. Denn starke selbstbewusste Kinder sind für die Herausforderungen des Lebens gut gerüstet. „Wenn man dann sieht, dass fünf unserer ehemaligen Kinder heute als Klassensprecherinnen und Klassensprecher aktiv sind, dann haben wir doch einiges richtig gemacht“, freut sich Sabine Ackermann.